White Noise / Red Blood.
Hearing and Seeing Music without Sound.
Vortrag von Lydia Goehr, Professor of Philosophy, Columbia University, New York
Donnerstag, 25. April, 18:30 Uhr, Einstein Forum Potsdam.
White Noise / Red Blood.2013.04.18
Hearing and Seeing Music without Sound. .. .. .. das “HUI” und “Kummer ruht in meinem Schoß” .. .. ..2013.01.20
Bis auf “das “HUI” und “Kummer ruht in meinem Schoß” (denn der Kummer — kann nicht ruhen) ausgenommen, ist die Arie auch nicht schlecht; besonders der erste Teil. Und ich weiß nicht — bei einer Opera muss schlechterdings die Poesie der Musik gehorsame Tochter sein. — Warum gefallen denn die welschen komischen Opern überall? — Mit allem dem Elend, was das Buch anbelangt! — Sogar in Paris — wovon ich selbst Zeuge war. — Weil da ganz die Musik herrscht — und man darüber alles vergisst. Um so mehr muss ja eine Opera gefallen, wo der Plan des Stücks gut ausgearbeitet, die Wörter aber nur für die Musik geschrieben sind, und nicht hier und dort einem elenden Reime zu Gefallen (die doch, bei Gott, zum Wert einer theatralischen Vorstellung, es mag sein was es wolle, gar nichts beitragen, wohl aber eher Schaden bringen) Worte setzen — oder ganze Strophen, die des Komponisten seine ganze Idee verderben. — Verse sind wohl für die Musik das Unentbehrlichste — aber Reime — des Reimes wegen — das Schädlichste. — Die Herren, die so pedantisch zu Werke gehen, werden immer mitsamt der Musik zugrunde gehen. (Fortsetzung in den Kommentaren) . .. .. . … … .. .2013.01.05
“Der Text ist weniger deshalb kein Fetisch, weil – wie musikalisch auch immer – kein Text gänzlich sinn- oder bedeutungslos sein kann, als vielmehr deshalb, weil diese Musikalisierung Vervielfältigung des Sinns bedeutet.” Aus dem Zusammenhang. Julia Kristeva: Die Revolution der poetischen Sprache. Üs. von Reinold Werner. Frankfurt Main 1978. Seite 75 .. ..2012.10.20
Die Versuchung der stillen Veronika, Robert Musil: “Irgendwo muss man zwei Stimmen hören. Vielleicht liegen sie bloß wie stumm auf den Blättern eines Tagebuchs nebeneinander und ineinander, die … Kafka: Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse2012.07.31
… So ist sie übrigens immer, jede Kleinigkeit, jeden Zufall, jede Widerspenstigkeit, ein Knacken im Parkett, ein Zähneknirschen, eine Beleuchtungsstörung hält sie für geeignet, die Wirkung ihres Gesanges zu erhöhen; sie singt ja ihrer Meinung nach vor tauben Ohren; an Begeisterung und Beifall fehlt es nicht, aber auf wirkliches Verständnis, wie sie es meint, hat sie längst verzichten gelernt. Da kommen ihr denn alle Störungen sehr gelegen; alles, was sich von außen her der Reinheit ihres Gesanges entgegenstellt, in leichtem Kampf, ja ohne Kampf, bloß durch die Gegenüberstellung besiegt wird, kann dazu beitragen, die Menge zu erwecken, sie zwar nicht Verständnis, aber ahnungsvollen Respekt zu lehren. … (hier->) debussy zur debatte2012.04.08
Die Beziehungen zwischen Vers und Musik? Ich habe darüber nicht nachgedacht. Ich denke sehr wenig über Musik nach. Die Musiker und Dichter, die andauernd Musik und Dichtung im Munde führen, sind für mich genauso unausstehlich wie Sportler, die ständig vom Sport reden. (März 1911) der geliebte führer über die macht des liedes2012.02.13
kim jong-il, der jüngst verstorbene generalsekretär der partei der arbeit koreas, vorsitzende der nationalen verteidigungskommission der demokratischen volksrepublik korea & oberbefehlshaber der koreanischen volksarmee, dürfte das einzige staatsoberhaupt gewesen sein, das theoretisch umfassend über alle kunstgattungen gearbeitet hat – so in den tractaten über die filmkunst (pyongyang juche 78 = 1989) oder über die baukunst (pyongyang juche 93 = 2004). über die musikkunst (pyongyang juche 93 = 2004) leitet er so ein:
nach kapiteln über die melodie als “grundlage aller musik” & die “schönheit & sanftheit von melodien” wird sehr schnell klar, daß kim jong-il unter musik vor allem vokalmusik versteht, innerhalb derer das (volkstümliche) lied sozusagen die königsdisziplin darstellt:
.. .. ..2012.02.05
… “(kleine pause als überlegte ich noch etwas, sei noch nicht zu ende, dann:) vielleicht könnte man den bekannten schlusssatz des tractatus philosophicus von wittgenstein so modifizieren: >>Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man<< singen.” Gerhard Rühm: Ende des vortrags. Symposion >>zweifel an der sprache<< |
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